Polar M200 – Review

Anfang des Jahres hatte ich die Möglichkeit den Polar M200 im Alltag und beim Laufen zu testen. Ich war mit der Uhr beim Arbeiten, beim Laufen, im Fitnessstudio und beim Wandern durchs Skigebiet.

Auspacken und Inbetriebnahme

Der M200 kommt aus einer kleinen unscheinbaren Verpackung. Im Lieferumfang ist der M200 selbst, ein Armband, sowie ein Kabel zum Laden und zum Verbinden mit dem PC enthalten. Ein Netzteil zum Verbinden mit der Steckdose kommt leider nicht mit – hat man aber auch schon ein paar von Handys und ähnlichem zu Hause herumliegen. Die in der Packung enthaltene Schnellanleitung zum Loslegen mit dem M200 ist in verschiedenen Sprachen erhältlich und sehr übersichtlich und kompakt gehalten.

Das Einrichten geht total zügig. Innerhalb weniger Minuten ist die Uhr komplett einsatzbereit. Über die Flow-App, die man direkt im App-Store bekommt, verbindet man den M200 per Bluetooth mit dem Handy. In meinem Fall war zu diesem Zeitpunkt dann ein Firmware-Update fällig, das ca. 10 Minuten dauerte. Die Synchronisation mit der App geht automatisch, kann aber bei Bedarf auch manuell über die Uhr gestartet werden.

Der erste Eindruck und die Handhabung

Die ganze Uhr wirkt sehr durchdacht. So lässt sich beispielsweise das Armband dank der vielen Schlitze im Band fast stufenlos einstellen. Damit findet jeder die richtige Einstellung – die genaue Einstellung des Armbandes ist auch wichtig für die zuverlässige Messung des Pulses. Nach meinen Erfahrungen sind die Pulsmessungen am genauesten wenn das Band weder zu fest noch zu locker sitzt. Im Alltag lässt sich der M200 problemlos und komfortabel tragen. Einziger kleiner Wehmutstropfen beim Tragen im Alltag: das Gummi der Uhr hat manchmal etwas viel „Grip“, sodass sich die Uhr teilweise an längeren Ärmeln verfängt. Das Display ist bei jeder Helligkeit problemlos zu lesen, die Knöpfe an den Seiten der Uhr ermöglichen jederzeit eine gute Navigation durch die Funktionen der Uhr – auch mit nassen, schweißigen, dreckigen oder kalten Händen – oder natürlich auch mit Handschuhen.

Das Laden und die Akkulaufzeit

Das Laden funktioniert sehr rasch und einfach. Das Ladekabel ist dafür nicht einmal zwingend notwendig. Man kann die Uhr auch direkt in ein Netzteil oder einen Akkupack einstecken. Die Akkulaufzeit ist mehr als ausreichend. Ohne GPS-Nutzung kann man sogar über eine ganze Woche kommen. Mit der Nutzung des GPS-Features ist es etwas weniger – ich habe die Uhr „vorsorglich“ ca. jede 4. Nacht geladen. Bei der Nutzung des GPS ist außerdem zu beachten, dass man vor dem Laufen warten sollte, bis die GPS-Position auch tatsächlich ermittelt ist. Dies wird durch das dauerhafte Anzeigen des GPS auf dem Bildschirm der Uhr impliziert.
Die Navigation durch die Menüs der Uhr ist in der kleinen Bedienungsanleitung beschrieben und total logisch. Man versteht schnell wie es funktioniert und kann die zwei Knöpfe auch gut mit Handschuhen etc. bedienen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Lösungen mit Touchscreen. Der erste Lauf ist mit wenigen Tastendrücken gestartet. Im Display wird angezeigt, dass sowohl GPS als auch Herzschlag mit aufgezeichnet werden. Die Anzeige während des Laufens ist groß genug und auch während des Laufens gut lesbar. Eine kleine Verbesserungsmöglichkeit wäre meines Erachtens noch, die einzelnen Seiten selbst mit Informationen bestücken zu können. Vielleicht möchte man z.B. die Entfernung zusammen mit dem Herzschlag oder die Zeit gemeinsam mit der Geschwindigkeit sehen. Vielleicht ist das aber auch möglich und ich habe das nur noch nicht gefunden. Der Herzschlag wird häufig aktualisiert und bietet daher gut die Möglichkeit den Puls live zu verfolgen. Schon kleine Änderungen an Geschwindigkeit und Steigung machen hier große Veränderungen aus – war mir davor nicht ganz so bewusst.

Auch das Beenden des Laufs funktioniert genauso schnell und intuitiv wie das Starten. Nach dem Lauf kann man durch die Statistiken des Laufes klicken und erhält so die wichtigsten Daten sofort. Später kann man den Lauf nochmals genauer in der Flow-App nachverfolgen und hat die Möglichkeit den Herzschlag nochmals detailliert im Verlauf, sowie die GPS-Aufzeichnung der Route zu sehen. Eine super Möglichkeit im Nachhinein den Lauf zu analysieren. Wer den Lauf mit anderen teilen oder vergleichen möchte hat die Möglichkeit die Läufe nicht nur in der Flow-App zu sehen und zu teilen, sondern auch nach Strava zu exportieren.

Das Polar-Onlineportal

Die Aktivitäten sind außerdem online oder über die Polar-App im Nachhinein zu verfolgen. Dort sieht man übersichtlich die genaue Route auf der Karte sowie die Herzfrequenz im Verlauf des Laufs. Außerdem kann man nachvollziehen wo auf der Route man (und auch der Herzschlag) am schnellsten/langsamsten war. Ebenfalls über die Website lässt sich ein Trainingsplan herunterladen der sich dann auf die Uhr überträgt. Diese erinnert einen dann schon morgens daran, dass heute ein Training ansteht. Durch die Trainingseinheiten wird man durch Anzeigen und Vibrationen an der Uhr geführt. So wird man zum Beispiel bei Intervallläufen darauf hingewiesen, dass man schneller oder langsamer laufen sollte um den optimalen Trainingseffekt zu erreichen – ein tolles Feature – vor allem weil man für die Pulsmessung keinen Brustgurt benötigt. Die aktuellen Fortschritte im Trainingsplan lassen sich online verfolgen. So passt sich auch die Zeit an, die Polar für einen potentiellen 5-, 10- oder 21km-Lauf errechnet. Wie genau diese Zeit vor allem auf längere Läufe ist weiß ich (noch) nicht.

Neben der vorinstallierten Sportarten wie „Laufen“ können auch weitere Profile auf der Uhr installiert werden. Diese sind sehr zahlreich – hier müsste jeder seine Sportart finden. Sogar schwimmen ist dabei, schließlich ist die Uhr auch komplett wasserdicht. Man muss sich also auch beim Duschen oder Hände waschen keine Sorgen machen, die Uhr zu beschädigen.

Mein Fazit zum Polar M200

Der M200 hat mir im Testzeitraum viel Spaß gemacht und ich werde die Uhr auf jeden Fall auch weiter einsetzen. Auch die Notifications, die man vom Handy auf die Uhr bekommt funktionieren super. So bekommt man mit wenn man eine neue Nachricht erhält ohne, dass es die Leute rundherum hören, sehen oder spüren. Um die Nachricht zu lesen ist allerdings der Griff zum Handy nötig. Meine unangefochtene Lieblingsfunktion der Uhr ist auf jeden Fall die Trainingsplanfunktion. Damit trainiert man im richtigen Frequenzbereich, holt das Meiste aus seinem Training heraus und trainiert nicht versehentlich mit zu hoher Frequenz und schadet sich womöglich sogar. Auch das integrierte GPS finde ich für eine Uhr in diesem Preissegment top.

Vielen Dank Polar, dass ich den M200 testen durfte!

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