Photokina 2016

Vergange Woche war ich zwei Tage mit Katja auf der Photokina in Köln. Ein Event, das Fotografen aus der ganzen Welt in die Hallen der Messe Köln lockt. Deshalb möchte ich auch hier auf dem Blog ein, zwei Worte zu meinen persönlichen Favorites verlieren.

Der coolste Talk

Ein Fotograf dem ich online schon eine ganze Zeit folgte, ihn aber noch nie live gesehen habe – Zack Arias. In seinem 40-minütigen Talk auf der Fuji-Bühne hat er zwar keine bahnbrechenden Neuigkeiten oder Tricks zum Besten gegeben, hat aber gezeigt, dass man mit recht wenig Equipment und sehr wenig Aufwand drastisch verschiedene und beeindruckende Fotos hinbekommen kann. Ein Fakt, den man ab und zu im Alltag vergisst.

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Der größte Wow-Effekt

Auch schon häufiger online gesehen habe ich die Compagnon-Bags. Zum Beispiel der Fotograf Steffen „Stilpirat“ Böttcher, war schon vor einiger Zeit mit einer solchen Tasche unterwegs. Gefallen haben sie mir schon immer, doch wenn man das Material tatsächlich spürt, hauen einen die Verarbeitung und Wertigkeit echt um und rechtfertigen den doch recht stolzen Preis. Besonders die neuen Rucksäcke haben es mir angetan. Sollte ich demnächst mal zufällig 450 € herumliegen haben, kann es sein, dass sie in einen solchen Rucksack investiert werden.

Die coolste Neuerscheinung

Erst vor ein paar Jahren bin ich von einer Canon DSLR auf eine Sony-Systemkamera umgestiegen. Mir hat der kleinere Formfaktor und die modernere Integration von einigen Features gut gefallen und ich habe die Entscheidung bis heute nicht bereut. Nun hat Hasselblad dieses Jahr auch im Mittelformat eine spiegellose Kamera herausgebracht. Wir haben uns die Kamera genau angeschaut und auch im eigenen kleinen Hasselblad-Studio getestet. Was aus dem 50MP-Sensor herauskommt ist der Wahnsinn. Noch dazu ist die X1D um Längen portabler und preiswerter als die SLR-Variante H6D, die übrigens den selben Sensor verbaut hat.

Hier jeweils eine Aufnahme und einen Detailausschnitt aus dem selben Foto:

Fotografiert mit Blitz und ISO100
Fotografiert mit Blitz und ISO100
Fotografiert mit Blitz und ISO100 - Detailausschnitt
Fotografiert mit Blitz und ISO100 – Detailausschnitt

 

Fotografiert bei Dauerlicht, ISO3200
Fotografiert bei Dauerlicht, ISO3200
Fotografiert bei Dauerlicht, ISO3200 - Detailausschnitt
Fotografiert bei Dauerlicht, ISO3200 – Detailausschnitt

 

Die größte Enttäuschung

Ich fand immer cool an Leica, dass sie nicht jedem Trend hinterher gerannt sind, sondern z.B. ihre Leica M immernoch fast so puristisch wie vor Jahrzehnten gehalten und in Deutschland produziert haben. Die enorme Wertigkeit der Produkte hat man beim Anfassen sofort bemerkt – so wundert es einen auch nicht, dass man selbst für wirklich alte Modelle noch einige Hundert Euro bezahlen muss. Dieses Jahr hat Leica nun eine Sofortbildkamera herausgebracht. Ich war schon etwas skeptisch, doch dachte mir, dass es sicherlich eine Sofortbildkamera wird, die nach den selben Qualitätsstandards hergestellt und vielleicht sogar mit manuellen Einstellmöglichkeiten versehen sein könnte. Im Gegenteil. Im Grunde ist nur das (fragwürdige) Design von Leica. Keine wirklichen Vorteile im Vergleich zur ca. 200€ günstigeren Fuji Instax Mini, die es schon jahrelang gibt und deren Filme nun auch in die neue Leica passen. Das Material der „Sofort“ könnte sich nicht billiger anfühlen. Auf die Frage ob es zumindest in der Bildqualität Unterschiede gäbe antwortete der Leica-Mitarbeiter am Messestand: „Ich sehe keinen wirklichen Unterschied, aber man sagt die Leica sei einen Tick schärfer“. What the f*ck?!

Wollte ich schon immer mal sehen

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Verfolge ich schon eine Weile online, und macht in echt genausoviel Spaß, wie es die Fotos vermuten lassen – der Foto-Bulli. #machtglücklich

Der beste Service

Die Mitarbeiter am Stand von Zeiss nahmen sich alle Zeit der Welt uns sämtliche Objektive genauestens vorzuführen und zu erklären. Ich konnte alle möglichen Objektive an der eigenen Kamera testen.

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Das Personal war ausgesprochen kompetent und geduldig – vielen Dank. Auf jeden Fall eine Erwähnung wert.

Immer einen Besuch wert

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Am Stand von Impossible waren schon letztes Mal nur nette und begeisterte Leute. Genau so war es auch dieses Jahr wieder. Man ist nicht geizig mit dem Film und lässt Interessierte gerne alles mögliche ausprobieren. Außerdem gibt es Filme zu einem etwas vergüntigten Messepreis zu kaufen.

 

Insgesamt lohnt sich der Besuch auf der Photokina auf jeden Fall. Ich werde nächstes mal (2018) definitiv wieder am Start sein. Empfehlenswert ist es sich mind. 2 Tage Zeit zu nehmen – am Besten unter der Woche. Übernachten konnten wir bei der lieben Lina – an dieser Stelle nochmals vielen Dank!

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